Renaturierung

Torf ist ein einzigartiger Rohstoff
Etwa 90% der hochwertigen Torfvorräte Deutschlands befinden sich in Niedersachsen, der Heimat von Floragard. Für die Torfgewinnung stehen davon etwa nur 10% zur Verfügung. Rund 58% der gesamten Fläche werden landwirtschaftlich, etwa als Viehweiden und Ackerfläche, genutzt. 32% sind natürliche und naturnahe Hochmoore sowie Bentgras- und Bewaldungsflächen, die nicht zur Nutzung oder Torfgewinnung zur Verfügung stehen.
In Deutschland regeln strenge Naturschutzgesetzte die kommerzielle Torfgewinnung. Abbaugenehmigungen werden erst nach sorgfältiger Prüfung aller umweltrelevanten Fragen erteilt. Floragard unterstützt diese Maßnahmen uneingeschränkt und nutzt ausschließlich Flächen für den Torfabbau, die bereits vor Jahrzehnten für die Landwirtschaft und zur Besiedlung trockengelegt wurden. Intakte Moore bleiben selbstverständlich unberührt.

Sichtbare Erfolge für den Naturschutz
Nach dem Torfabbau werden die abgetorften Flächen im Rahmen des Niedersächsischen Moorschutzprogramms wiedervernässt. Floragard engagiert sich stark in der Renaturierung und hat mit der jahrelangen Erfahrung hierzu spezielle und anerkannte Verfahren entwickelt. So kann die moortypische Vegetation in absehbarer Zeit wieder entstehen.

 

Erfolge dieses starken Engagements und der Renaturierungsmethoden können im Naturschutz Informationszentrum Goldenstedter Moor bei Vechta besichtigt werden. So wird vorher - vor allem durch die Landwirtschaft - intensiv genutztes Grünland nach der Torfgewinnung wieder in ökologisch wertvolles Feuchtgebiet verwandelt, das sich wieder zu Mooren entwickelt.
 Bisher wurden in Niedersachsen 28.000 Hektar zur Abtorfung freigegeben. Bis Ende des Jahres 2005 wurde auf 11.000 Hektar hiervon die Renaturierung eingeleitet. Bis zum maximalen Abbauende im Jahr 2050 werden rund 23.000 Hektar renaturiert sein.

(Quelle: Informationsdienst Naturschutz Niedersachsen - 25 Jahre Niedersächsisches Moorschutzprogramm - Eine Bilanz).