Erden-FAQ - Fragen rund um Blumenerde

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Plastik in der Blumenerde: Ich habe in meiner Bio-Erde Plastikteile gefunden, wie können die da zu finden sein, wenn die Erde doch Bio ist?

Vereinzelt können in Erden mit Kompostanteil kleine Fremdstoffe gefunden werden. Eine mögliche Eintragsquelle ist das Ausgangsmaterial des Komposts, zum Beispiel Rasen- und Strauchschnitt von öffentlichen und privaten Grünflächen. Trotz Aufbereitung und Kontrolle können einzelne Fremdstoffe im Material verbleiben. Viele weitere Tipps finden Sie auf der Seite der Gütegemeinschaft Substrate für Pflanzen e.V.


Wann sollte ich meine Pflanzen nachdüngen?

Wie lange die in einer Blumenerde enthaltene Düngung ausreicht, hängt von der jeweiligen Rezeptur, der Pflanzenart und den Kulturbedingungen ab. Beachten Sie deshalb die Düngehinweise auf der Verpackung des verwendeten Produkts. Für eine längerfristige Nährstoffversorgung können bei Balkon- und Kübelpflanzen geeignete Langzeitdünger eingesetzt werden. Einige Floragard Erden enthalten bereits einen Langzeitdünger; der angegebene Versorgungszeitraum ist der jeweiligen Produktkennzeichnung zu entnehmen.


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Worauf sollte ich bei dem Gebrauch von torffreien Erden achten?

Torffreie Erden können sich je nach Zusammensetzung bei Wasseraufnahme, Wasserspeicherung und Abtrocknung von torfhaltigen Rezepturen unterscheiden. Kontrollieren Sie deshalb die Feuchtigkeit regelmäßig und passen Sie die Wassergabe an die verwendete Erde, die Pflanzenart, den Standort und die Witterung an.

Auch der Düngebedarf kann sich je nach Rezeptur und Pflanzenart unterscheiden. Orientieren Sie sich an den Angaben auf der Produktverpackung und an der Entwicklung der jeweiligen Pflanze.


Was macht eine Bio-Erde eigentlich bio? Und wieso sind manche Blumenerden vegan?

Bei Bio-Erden können je nach Produkt unterschiedliche Vorgaben, Verbandsrichtlinien oder Zulassungsgrundlagen gelten. Welche Anforderungen eine konkrete Erde erfüllt, ist daher der jeweiligen Produktkennzeichnung und den dort genannten Standards zu entnehmen. Als vegan gekennzeichnete Erden werden nach der für das jeweilige Produkt verwendeten Definition ohne tierische Bestandteile in der Rezeptur hergestellt. Verbindlich sind auch hier die Angaben und Nachweise des konkreten Produkts.


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Wodurch unterscheiden sich Spezialerden wie z.B. Orchideen- oder Kakteenerden von herkömmlichen Blumenerden?

Pflanzenarten können unterschiedliche Ansprüche an Zusammensetzung, Struktur, pH-Wert und Nährstoffgehalt einer Erde haben. Spezialerden sind auf bestimmte Anwendungsbereiche und Pflanzengruppen abgestimmt. So benötigen nässeempfindliche Kakteen beispielsweise eine sehr durchlässige Erde mit einem hohen Anteil an Sand oder anderen mineralischen Stoffen, damit überschüssiges Gießwasser schnell wieder abfließen kann. Zimmerorchideen wiederum, die in der Natur oftmals als Aufsitzerpflanzen auf Bäumen wachsen, benötigen ein besonders lockeres, nährstoffarmes Substrat mit grober Pinienrinde oder Kokos für eine ausreichende Luftversorgung der empfindlichen Orchideenwurzeln.

Für Moorbeetpflanzen wie Rhododendron, Azaleen oder Heidegewächse eignet sich eine auf diese Pflanzengruppe abgestimmte Erde mit entsprechend niedrigem pH-Wert. Beachten Sie dabei die Angaben des jeweiligen Produkts und die Standortansprüche der Pflanzen.

Kann ich Rasen auch mit normaler Blumenerde aussäen?


Für die Aussaat von Rasensamen kann eine dafür ausgewiesene Rasenerde verwendet werden. Je nach Rezeptur unterstützt ihre feine Struktur die Herstellung einer ebenen Oberfläche und eines gleichmäßigen Saatbetts. Zusammensetzung und Anwendungshinweise entnehmen Sie der jeweiligen Produktkennzeichnung.

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Muss ich bei der Befüllung meines Hochbeetes auf etwas achten?

Bei der Anlage eines Hochbeetes sollte man auf einige Dinge achten. Hierzu zählt z.B. dass man den Boden mit einem Maschendraht auslegt, damit z.b. keine Nagertiere von Unten in das Hochbeet gelangen können. Dann ist es wichtig, dass man die 3 Schichten einhält. Als unterste Schicht kommt meistens Geäst in den Hochbeetrahmen. Darüber kommt eine Schicht Kompost, diese sorgt durch seinen Zersetzungswärme für eine Verfrühung des gepflanzten Gemüse und dient später, nachdem die Pflanzen die oberste Schicht durchwurzelt haben, als Nährstoffpuffer. Als oberste Schicht schichtet man eine Hochbeeterde auf, in die man die Pflanzen anschließend pflanzen kann.

Wie lange hält sich Blumenerde? Muss ich sie besonders lagern?

Grundsätzlich sollten Blumenerden möglichst bald nach dem Einkauf verbraucht werden. Erden sind aufgrund ihrer natürlichen Ausgangsstoffe und mikrobiellen Belebung mehr oder weniger stark biologisch aktiv belebt, so dass es bei zu langer Lagerung und/oder ungünstigen Lagerbedingungen zu Veränderungen beim pH-Wert und den Nährstoffgehalten kommen kann. Auch wenn diese Veränderungen in der Regel nicht zu Wachstumsproblemen führen, sollten Anbruchverpackungen dicht verschlossen werden und nicht verbrauchte Erden möglichst kühl und trocken und geschützt vor Niederschlägen und direkter Sonneneinstrahlung gelagert werden.

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Wenn ich die Maße des Erdensacks abmesse, dann sind das ja deutlich weniger Liter als auf dem Sack steht, wie kommt das denn?

Das kommt durch die starke Verdichtung für das Palettieren, das ja nicht dem Volumen des gebrauchsfertigem Material entspricht. Unter dem folgendem Link kann man sich das genau Verfahren zur Füllmengenbestimmung anschauen.


Ich habe weiße Styropor-Kugeln in meiner Aussaaterde gefunden, was soll das?

Bei den weißen Kügelchen handelt es sich nicht um Styropor sondern um Perlite. Das ist ein Vulkangestein, welches durch Brennen bei hohen Temperaturen durch das gebundene Wasser expandiert und dem Styropor sehr ähnlich aussieht.

Ich habe kleine Kügelchen in meiner Blumenerde gefunden, sind das Schneckeneier?

Bei den Kügelchen handelt es sich nicht um Schneckeneier sondern um Langzeitdünger. Bei diesem Dünger befinden sich die Nährstoffe im inneren einer von Kunstharz umgebenen Hülle, die kleine Poren hat. Durch diese Poren dringt das Wasser in den Kern und löst die Nährstoffe, die dann durch die Hülle zur Pflanzenwurzel diffundieren können.

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Schimmel auf der Blumenerde: Sind gelegentlich auf der Erdoberfläche auftretende Schimmelpilze pflanzenschädlich?

Bei Blumenerden wird in einzelnen Fällen eine Besiedlung durch Schimmelpilze beobachtet. Meist handelt es sich hierbei um punktuell oder flächig auftretende weißliche oder ockerbraune Pilzstrukturen, die sich entweder auf der feuchten Erdoberfläche im Topf bzw. Balkonkasten oder teilweise auch bereits in den Säcken nach dem Öffnen der Verpackung zeigen.

Es handelt sich hier um so genannte „saprophytische“ Schimmelpilze, d.h. um Pilze, die sich ausschließlich von der abgestorbenen organischen Substanz der natürlichen Ausgangsstoffe der Blumenerden ernähren und nicht pflanzenschädigend sind. Da die Pilze ähnliche Anforderungen an ihr Wachstumssubstrat wie Pflanzen stellen, ist eine feuchte und mit Nährstoffen angereicherte Blumenerde leider gleichzeitig auch ein gutes Substrat für das Pilzwachstum und wird daher durch die überall in der Luft befindlichen Pilzsporen leicht besiedelt.

Falls Pilzstrukturen auf der Erdoberfläche im Topf auftreten, empfiehlt es sich die Pflanzen möglichst zeitweise etwas trockener zu halten, um eine weitere Ausbreitung der Schimmelpilze zu vermeiden. In der Regel bricht die Pilzpopulation bereits nach kurzer Zeit zusammen und verschwindet wieder. Leicht verpilzte Blumenerden im Sack sollten vor der Verwendung gründlich aufgelockert werden. Auch hier verschwinden die Pilze in der Regel durch die Auflockerung und Belüftung der Blumenerde rasch wieder.

Fliegen in der Blumenerde: Was kann ich gegen den Trauermückenbefall meiner Pflanzen und Töpfe unternehmen?

Die zur Familie der Mücken gehörenden Trauermücken sind etwa 2‑3mm groß und schwärzlich gefärbt. Sie bevorzugen schattige, feuchte und windgeschützte Stellen und sind im Freien vor allem an abgefallenem Laub und an Moosen zu finden. Oftmals findet man sie auch in Gewächshäusern oder im Haus, wo sie, angezogen von der feuchten organischen Substanz, ihre Eier in Blumenerden ablegen. Die sich aus den Eiern entwickelnden Larven sind 6‑7 mm lang und haben einen glasigen Körper mit einer schwarzen Kopfkappe. Die Trauermückenlarven ernähren sich im Allgemeinen von faulenden Pflanzenteilen und sind somit an der Humuszersetzung beteiligt. Bei einer Massenvermehrung können sie aber auch bei empfindlichen Pflanzen oder Aussaaten Fraßschäden hervorrufen.

Bei einem Befall mit Trauermücken sollte die Erdoberfläche der Pflanztöpfe möglichst trocken gehalten oder die Erdoberfläche mit Quarzsand oder Tongranulat abgestreut werden, um eine weitere Eiablage in der Erde zu vermeiden. Hilfreich sind auch im Handel erhältliche mit Klebstoff versehene Gelbtafeln oder Gelbsticker, mit denen die erwachsenen Trauermücken abgefangen werden können. Bei starkem Befall ist die Verwendung von auch Handelspräparaten mit nützlichen Nematoden, den natürlichen Feinden der Trauermückenlarven möglich. Im Produktionsprozess werden Maßnahmen getroffen, um einen Befall zu vermeiden. Eine spätere Besiedlung während Transport oder Lagerung kann jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden, beispielsweise über Öffnungen in der Verpackung. Angebrochene Säcke sollten deshalb gut verschlossen sowie dunkel, trocken und kühl gelagert werden.

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Wann ist der richtige Zeitpunkt für das Umtopfen meiner Pflanzen?

Zimmer- und Kübelpflanzen sollte man je nach Pflanzenart und Wuchsverhalten etwa alle 1-3 Jahre umtopfen oder aber spätestens dann, wenn der Topf zu klein wird.

Am besten wird im Frühjahr nach dem Ende der Wachstumsruhe umgetopft oder direkt nach der Blüte. In der Hauptwachstums- oder Blütezeit benötigen die Pflanzen alle Kraft für Wachstum und können den Stress, den das Umtopfen für sie bedeutet, nur schwer vertragen.



Was macht den Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Blumenerde aus?

Eine auf Pflanzenart und Verwendungszweck abgestimmte Blumenerde kann die Entwicklung der Pflanzen unterstützen. Sie gibt den Wurzeln Halt und beeinflusst die Versorgung mit Wasser, Luft und Nährstoffen. Dies ist in Töpfen, Kübeln und Balkonkästen besonders wichtig, da hier den Pflanzen nur ein stark begrenzter Wurzelraum zur Verfügung steht.

Locker und stabil sollte eine gute Blumenerde sein, damit die Wurzeln dauerhaft genügend Luft bekommen. Überschüssiges Gießwasser muss schnell wieder abgegeben werden. Gleichzeitig sollte die Erde genügend Wasser speichern und nach Austrocknung das Wasser gut aufnehmen können. Für viele Pflanzenarten liegt ein geeigneter pH-Wert der Erde im Bereich von 5,5 bis 6,5; artspezifische Anforderungen können davon abweichen. Haupt- und Spurennährstoffe sollten in der richtigen Menge enthalten sein und bei Bedarf dosiert an die Pflanzenwurzeln abgegeben werden. Ein gutes Speicher- und Puffervermögen verringert die Gefahr, dass Nährstoffe beim Gießen ausgewaschen werden und sorgt für eine ausgeglichene Nährstoffversorgung. Beim Kauf empfiehlt es sich, auf den vorgesehenen Anwendungsbereich sowie auf Angaben zu Struktur, pH-Wert, Nährstoffversorgung und Wasserspeicherung zu achten. Ob eine Erde geeignet ist, hängt von der Pflanzenart, dem Einsatzbereich und den Kulturbedingungen ab.

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